Mehr Vielfalt im Garten - Lebensräume schaffen!

 


 

Ein Garten kann so viel mehr sein als nur Rasen und Blumenbeet. Je abwechslungsreicher er gestaltet ist, desto mehr Pflanzen und Tiere fühlen sich dort wohl. Mit ein paar einfachen Schritten können Sie Ihren Garten in ein Paradies für Insekten, Vögel und viele andere Lebewesen verwandeln:

  • Rasen seltener mähen
    Wer den Rasen nicht ständig kurz hält, schenkt vielen Pflanzen die Chance zu blühen – und damit Insekten Nahrung. Mähen Sie am besten nie die ganze Fläche auf einmal, so überleben noch mehr Tiere.
  • Gräser über den Winter stehen lassen
    Längere Halme sind im Winter ein wichtiger Unterschlupf für Insekten. Lassen Sie deshalb einen Teil des Rasens einfach stehen.
  • Wildpflanzen willkommen heißen
    Was oft als „Unkraut“ gilt, ist für viele Tiere eine wertvolle Nahrungsquelle.
  • Streuobst und Hecken erhalten
    Sie bieten Nahrung, Nistplätze und Schutz – ein echtes Zuhause für zahlreiche Arten.
  • Trockenmauern bauen
    Sie schaffen kleine, warme Nischen für Insekten, Eidechsen und Pflanzen.
  • Totholz liegen lassen
    Ob stehende Stämme oder liegende Äste: Totholz ist Lebensraum für unzählige Tiere und Pilze.
  • Weniger künstliches Licht
    Viele Tiere, etwa Fledermäuse und Nachtfalter, sind auf Dunkelheit angewiesen. Weniger Licht schützt sie.
  • Sanierungen vorsichtig durchführen
    In alten Mauern und Gebäuden verstecken sich manchmal Fledermäuse – bitte beim Renovieren darauf achten.
  • Ohne Gift gärtnern
    Chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel schaden der Natur. Besser auf natürliche Alternativen setzen.
  • Torffreie Erde verwenden
    Torfabbau zerstört wertvolle Moore, die für den Klima- und Artenschutz unersetzlich sind.

Fazit: Jeder Garten – ob groß oder klein – kann ein wertvoller Lebensraum sein. Schon mit kleinen Veränderungen leisten Sie einen großen Beitrag für Natur und Artenvielfalt.


Richtige Pflanzen

Heimische Pflanzen bevorzugen
Beim Pflanzen ist es am besten, auf heimische und idealerweise regionstypische Gehölze sowie Saatgut zurückzugreifen. Sie sind perfekt an Klima und Boden angepasst und bieten Insekten, Vögeln und anderen Tieren wertvolle Nahrung und Lebensräume.

Viele der heute problematischen invasiven Pflanzen wurden ursprünglich als Zierpflanzen eingeführt. Um neue Probleme zu vermeiden, sollten fremdländische Arten daher nicht im Garten angesiedelt werden – und auch nicht über den Grünschnitt entsorgt werden.

 
 
Hier finden Sie viele Beispiele für geeignete Pflanzenarten:

 

Broschüre Pflanzen und Bäume

Broschüre Stauden


Tipps für Nistkästen und Insektenhotels

Ein Insektenhotel oder Nistkasten kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Damit es wirklich hilfreich für die Tiere ist, gibt es ein paar Dinge zu beachten:

Geeignete Materialien und Bauweisen
  • Ton: Damit er für Insekten geeignet ist, sollte er nach dem Trocknen nicht zu hart sein. Am besten lässt er sich noch mit dem Fingernagel leicht ritzen, ohne zu bröseln.
  • Ziegel: Vor der Verwendung scharfe Kanten abrunden, um Verletzungen zu vermeiden. Die Löcher mit Ton oder Halmen ausfüllen und das hintere Ende verschließen – so wird der Ziegel besser angenommen.
  • Röhren (Bambus, Schilf, Holunderstängel): Im Herbst schneiden, Blätter und Seitentriebe entfernen. Markhaltige Stängel sind ebenfalls geeignet. Die Knoten sollten am hinteren Ende sitzen. Wichtig: Die Schnittkanten sauber glätten, damit Flügel nicht verletzt werden.
  • Keine Acrylglas-Röhren: Durchsichtige Beobachtungsröhren erhöhen die Sterblichkeit der Insekten.
Bohrlöcher im Holz
  • Nur Hartholz verwenden, z. B. Esche, Eiche, Buche, Obstbäume oder Robinie.
  • Löcher nicht in die Jahresringe, sondern seitlich bohren – so entstehen keine Risse.
  • Durchmesser: maximal 10 mm.
  • Keine verkohlten Bohrungen verwenden.
Ungeeignete Materialien
  • Porenbeton, Gipsbeton oder Gasbeton saugen Feuchtigkeit auf und sind nicht geeignet.
  • Kieferzapfen, Holzspäne, Stroh und Borke ziehen Ohrwürmer an – diese fressen jedoch Pollen und Nektar der Wildbienen.
Aufstellung und Ausrichtung
  • Insektenhotels am besten nach Süden oder Osten ausrichten, geschützt vor Regen und Wind. Ein Gitter schützt zusätzlich vor hungrigen Vögeln.
  • Florfliegenkästen können mit Stroh gefüllt werden. Sie sollten besser nach Norden zeigen und idealerweise rot gestrichen sein.
  • Hummelkästen stellt man am besten in den Schatten.

 

Nistkästen für Vögel

Es gibt viele unterschiedliche Nistkästen für Vögel – je nach Art variieren Form und Größe. Wichtig ist der richtige Standort:

  • Am besten nach Osten oder Südosten ausrichten.
  • Nicht in die Hauptwindrichtung hängen.

Beispiele und Bauanleitungen finden Sie hier:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/nistkaesten/index.html

http://www.vogelhaus-nistkasten.de/nistkaesten/einflugloch-nistkasten/

 

 

 

Fledermauskästen

Auch Fledermäuse freuen sich über künstliche Quartiere. Die speziellen Kästen sind nach unten hin offen.

Standortempfehlungen:
  • Ruhig, wenig frequentiert und möglichst dunkel.
  • Wettergeschützt in 3–5 m Höhe (ideal ca. 4 m).
  • Mit freiem Anflug aus verschiedenen Himmelsrichtungen.
  • Nicht über Fenstern oder an Orten anbringen, wo Kot stören könnte.

✨ Mit einfachen Maßnahmen wie Vogel- und Fledermauskästen können Sie Ihren Garten zu einem sicheren Zuhause für viele Tierarten machen.


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